Aber es gibt Besseres, weil in der
MV-Antenne prinzipielle Mängel
stecken.
1. Koax
Vom Koax ist an der Antenne nur die
Seele angeschlossen. Dies ist
prinzipiell falsch, weil damit der
50-Ohm Ausgang des Koax keinen 50-Ohm
Abschluss "sieht" und sich einen sucht
... Wird ein Koax nicht mit seiner
charakteristischen Impedanz
abgeschlossen, so sagt man, es herrsche
eine Fehlanpassung.
Damit eine Welle sich von der Antenne
lösen kann muss zum schwingendenden Teil
ein Gegenpol vorhanden sein.
Da dieser bei der MV explizit
nicht vorhanden ist beginnt der Aussenleiter
des Koax zu schwingen und
sucht einen Gegenpol.
Je nach Aufbau findet sich ein Weg zur
Erde (kapazitiv) und es fliesst eine Erdstrom.
Je nach Umgebung ist dieser mehr oder
weniger mit Widerständen behaftet
und darin wird Leistung verbraten.
Das schwingende Koax wird dadurch ebenfalls belastet und erzeugt damit
Leistungs-
Verluste im Koax.
2.
Mantelstromsperre
Damit das Koax schwingen kann wird
nach einem Stück Koax eine
Mantelwellensperre ( = Strombalun)
eingesetzt.
Zwischen dem Stück Koax zur
Antenne und dem Koax zum Sender
ist eine Impedanz im Kiloohmbereich
auf dem Aussenleiter.
Durch die hohe Spannung, welche an
dieser Stelle entsteht wird Leistung
in der Mantelstromsperre verbraten.
Mit der Mantelstromsperre wird die
erste Fehlanpassung durch eine zweite Fehlanpassung
kompensiert, so dass nach der
Mantelstromsperre - bei passender Auslegung des Koax -
wieder etwa Anpassung herrscht.
Verlustquellen:
Die 3 Verlustquellen (abgesehen von
den vorhandenen Kupferverlusten) sind also:
- unnötige Erdstromverluste
- Koaxverluste durch Fehlanpassung
- Verluste in der Mantelstromsperre
Wenn man eine Antenne konstruiert,
welche die oben genannten Fehler vermeidet,
so umgeht man diese Verluste und kommt
zu einem besseren Gebilde.
Dies als ein
Teil der Erklärung, warum bei der neuen HB9ABX KW-Antenne
eine bessere Abstrahlung
erreicht wird.
Die Verbesserung ist rund ein Faktor
10 im Vergleich zur "verbesserten MV-Antenne
MV-500" d.h. die neue HB9ABX Antenne produziert auf Distanz im Durchschnitt ein um
9 bis10 dB stärkeres Signal, wie die Vergleiche der Antennen im Praxistest gezeigt haben.
Felix Meyer, 22.Juli 2005