Einkaufstips



Das wichtigste für den Anfänger ist die Wahl der richtigen Schuhe. Was so einfach tönt, kann sich als recht schwer herausstellen. Was gilt es nun zu beachten?

  1. Grundsätzlich muss man sich klar sein, was man mit den Skates anstellen will. An einen Schuh für den Recreationalbereich (sog. Allround od. Fitnesschuh) werden nicht die gleichen Anforderungen wie an einen Aggressive- oder Speedschuh gestellt.

  2. Man muss den Schuh anprobieren können und sich darin wohl fühlen. Den Schuh im Laden anprobieren und ein paar Runden drehen. Man darf keine Druckstellen spüren, hat er Druckpunkte, so könnte das mit der Zeit die Freude am Fahren nehmen.

  3. Welche Marke man berücksichtigen soll, ist jedem selber überlassen. Von einem Schuh unter Fr. 100.-- sind unbedingt die Finger zu lassen. Diese sind in der Regel schlecht verarbeitet und bieten gerade im Bereich vom Knöchel unter Umständen nur einen sehr schlechten Halt. Oft sind auch die Lager und die Spacer schlecht, oder sie lassen sich nicht austauschen. In der Preisklasse bis Fr. 250.-- kann es schon recht gute Schuhe geben. Aus eigener Erfahrung hat man aber sehr schnell ein Niveau erreicht, wo man sich einen besseren Schuh zulegt.

  4. Ist man sich am Anfang nicht sicher, lohnt es sich, ein Paar Skates zu mieten und so die ersten Erfahrungen zu sammeln. Zeigt es sich, dass man an diesem Sport gefallen findet, lohnt sich der Kauf eines besseren (und auch teureren) Schuhes. Aber Achtung, je teurer heisst nicht automatisch, dass der Schuh auch besser ist!

  5. Wo man die Skates kauft, ist jedem selber überlassen. In den meisten Fällen können die Verkäufer in Einkaufszentren keine gute Beratung bieten. Der Gang zu einem Fachgeschäft lohnt sich. Wer sich vorher in entsprechenden Magazinen oder bei Freunden schlau macht, kann dem Verkäufer gezielte (Test-) Fragen stellen.

  6. Die Rollen und Lager sind bereits zu beachten. Auf dem Lager ist in den meisten Fällen die Bezeichnung eingeprägt. In unseren Breitengraden ist die Klassifikation gemäss ABEC ein Begriff. Hier sind ABEC 1, ABEC 3 und ABEC 5 die gebräuchlichsten, wobei die Zahl die Toleranzstufe bezeichnet. Für ein ABEC 5 Lager sind kleinere Toleranzen vorgeschrieben. Billigskates haben oft nur Präzisionslager (billig) montiert. Entgegen dem Namen sind das die schlechtesten und unbedingt zu meiden. Die Freude an den Skates kann einem damit schnell vergehen. Fragt, ob es sich um geölte oder gefettete Lager handelt. Gefettete Lager sind etwas pflegeleichter und nicht unbedingt langsamer. Schon nach einer kurzen Zeit, wenn das Fett warm ist, sind sie gleich schnell wie geölte Lager. Ich persönlich ziehe gefettete Bearings den geölten vor, beide Arten sind aber qualitativ gleich gut. Sind im Skate geölte ABEC Lager montiert, müssen diese nicht gewechselt werden.

    Man kann auch auf Anhieb sehen, ob sich das Lager leicht warten lässt: Ein Ring (C-Ring) am Rand des Lagerdeckels verrät, dass es sich ohne Probleme öffnen und wieder verschliessen lässt. Ist es hingegen mit mehreren Haltesegmenten vernietet, braucht man etwas mehr Geschick.

  7. Die komplette Rolle besteht aus 4 Teilen: der Rolle, 2 Kugellager und dem Spacer. Der Spacer steckt zwischen den beiden Lagern. Es gibt diese in verschiedensten Ausführungen: Nylon, Alu, Messing und Stahl. Nylonspacer sind die billigsten, aber auch schlechtesten. Aluspacer sind stabil und trotzdem leicht. Messing- und Stahlspacer sind qualitativ sicher am Besten, aber auch teurer und etwas schwerer als Aluspacer. Je nach Budget sollten allfällige Nylonspacer durch z. B. Aluspacer ausgewechselt werden. Aber auch mit den Nylonspacer lässt es sich ganz normal fahren.

Der beste Einkaufstip ist, dass man einen erfahrenen Skater mitnehmen soll. Dieser kann aus Erfahrung sprechen und kann so mithelfen, dass man nicht etwa von einem Verkäufer über den Tisch gezogen wird.